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Spätfolgen von Diabetes

Was sich verändert

Abhängig von der Diabetesdauer, der Güte der Blutzuckereinstellung und möglicherweise weiteren Faktoren (z.B. Vererbung) treten klinische Komplikationen bevorzugt nach etwa 15 bis 25 Jahren Krankheitsdauer auf.

Diese Langzeitkomplikationen betreffen vor allem die Augen, Nieren, Nerven und die großen Blutgefäße (z.B. Herzkranzgefäße). Prinzipiell lassen sich die Folgekrankheiten des Diabetes auf folgende Ursachen zurückführen:

  • Veränderungen der kleinsten Gefäße (Mikroangiopathie)
  • Veränderungen der größeren Gefäße (Makroangiopathie)
  • Veränderungen der Nerven (Neuropathie)

Mikroangiopathie

Hierunter versteht man die Verdickung und Einengung kleinster Blutgefäße. Diese Veränderung führt zu einer Minderversorgung der betroffenen Organe, was sich dann beim Patienten bemerkbar machen kann. Hauptsächlich sind die Augen- und Nierengefäße (Retino- und Nephropathie) betroffen.

So kann es im Bereich der Augen zu einer Netzhautveränderung kommen, die mit Einblutungen, Narben- und Gefäßneubildungen einhergeht. Folgen sind dann zunehmende Sehverschlechterung, Netzhautablösung und möglicherweise sogar Erblindung. Daher sind Diabetiker angehalten, sich alle sechs bis zwölf Monate beim Augenarzt untersuchen zu lassen, damit frühzeitig wichtige therapeutische Schritte eingeleitet werden können.

Veränderungen der kleinsten Nierengefäße führen zu der so genannten Nephropathie, die schleichend in die Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) und ins Nierenversagen übergehen kann.

Makroangiopathie

Die Veränderungen der größeren Gefäße ist die folgenreichste Spätkomplikation der Blutzuckerkrankheit. Sie bestimmen unter anderem neben der Schwere der Krankheit (Morbidität) auch die Langzeitprognose (Mortalität). Hierbei kommt es zu einem arteriosklerotischen Umbau der Gefäße, der zur Einengung dieser führt.

Die Einengung der Herzkranzgefäße kann zu einer herzbedingten (kardialen) verminderten Leistungsfähigkeit des Patienten oder gar zu einem Herzinfarkt führen. Herzinfarkte können als Besonderheit beim Blutzuckerkranken „stumm“ verlaufen, das heißt ohne größere Schmerzen. Hierin besteht die Gefahr, dass dieses lebensbedrohliche Ereignis übersehen wird und der Patient nicht rechtzeitig einer angemessenen, lebensrettenden Behandlung zugeführt wird. Die Ursache der „stummen Herzinfarkte“ bei älteren Diabetikern ist das ebenfalls beeinträchtigte Nervensystem (Neuropathie, s.u.), was dazu führt, dass Schmerz als Warnsystem nur unzureichend funktioniert.

Die Einengung der Arterien, welche die Beine versorgen, führt zur so genannten arteriellen Verschlusskrankheit. Sie zeigt einen stadienhaften Verlauf, der von Schmerzen beim Gehen bis zu Schmerzen im Ruhezustand (meist nächtlich) reichen kann. Die Maximalform allerdings ist das Absterben der Füße (Gangrän). Zusammen mit der Veränderung der Nervenversorgung des Fußes fasst man dieses unter dem Begriff „diabetischer Fuß“ zusammen.

Verengungen der Gefäße betreffen auch die Nierenarterien. Es kann somit auf diesem Wege zu einer Nierenschwäche kommen. Da die Nieren auch an der Blutdruckregulation beteiligt sind, kann auch diese Funktion gestört sein und der Patient an erhöhtem Blutdruck leiden.

Durch Veränderungen der gehirnversorgenden Gefäße besteht beim Diabetiker ein erhöhtes Risiko eines Schlaganfalls.

Neuropathie

Durchblutungsstörungen und Stoffwechselveränderungen an den Nervenfasern führen zu der so genannten diabetischen Neuropathie. Diese Folgekrankheit kann sich in allen Qualitäten des Nervensystems äußern:

  • Empfindungsstörungen (Sensibilitätsstörung) wie Schmerzen, Taubheitsgefühl, Missempfindungen (z.B. „Gehen wie auf Watte“) und herabgesetztes Temperaturempfinden, vor allem im Bereich der Beine und Arme
  • Bewegungsstörungen (Störung der Motorik) als Folge einer Muskelschwäche
  • Störung der nervalen Versorgung der inneren Organe (Autonome diabetische Neuropathie) mit weitreichenden und vielschichtigen Symptomen (Herzrasen, Schluckbeschwerden, Völlegefühl des Magens, Darminkontinenz, Blasenentleerungsstörung, Impotenz, gehäufte Harnwegsinfekte und vieles andere mehr)

Auf dieser Seite konnte nur ein Grundriss der wichtigsten Spätkomplikationen der Blutzuckerkrankheit dargestellt werden. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass ein durch Medikamente nahezu normal eingestellter Blutzucker zur Verhütung dieser Spätfolgen beitragen kann.

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