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Cholera

Was ist eigentlich Cholera?

Die Cholera ist eine durch Bakterien verursachte lebensgefährliche Durchfallerkrankung, bei der täglich bis zu 20 Liter Flüssigkeit verloren gehen.

Um sich eine Vorstellung davon zu machen, was das überhaupt bedeutet, sei hier nur erwähnt, dass die Durchfälle von Cholerakranken als „Reiswasserstühle“ bezeichnet werden, weil sie aussehen wie Wasser, in dem Reis gekocht wurde (denken Sie aber jetzt bitte nicht immer beim Reisessen daran). Dieser Flüssigkeitsverlust ist enorm: Unbehandelt beträgt die Sterblichkeit 50 bis 70 Prozent.

Was bewirken die Cholera-Bakterien?

Die Erreger dringen nicht in Körperzellen ein, sondern besiedeln den oberen Dünndarm und bilden dort ein Toxin, das die Darmschleimhaut zur Ausscheidung von großen Mengen an Elektrolyten und in deren Gefolge auch Wasser anregt. Die Übertragung erfolgt fast immer über das Trinkwasser bei schlechten hygienischen Verhältnissen. Da das einzige Erregerreservoir der Mensch ist und die Bakterien zusammen mit dem Durchfall aus dem Darm ausgeschieden werden, kann es jeder seiner eigenen Fantasie überlassen, was „Trinkwasser unter schlechten hygienischen Verhältnissen“ bedeutet.

Die Inkubationszeit beträgt zwei bis fünf Tage, die Erkrankung selbst dauert unterschiedlich lang. Einzige, aber ernst zu nehmende Gefahr ist der rasche Elektolyt- und Flüssigkeitsverlust: Kann dieser wirkungsvoll behandelt werden (zum Beispiel mit fertigen Elektrolytlösungen aus der Apotheke oder auch mit der so genannten „WHO-Formel“, s.u.), so ist die Cholera zwar immer noch eine ernste und schlichtweg äußerst unangenehme Krankheit (in Endemiegebieten gibt es spezielle Cholerabetten, die an passender Stelle über einen Abfluss verfügen), stellt aber keine vitale Bedrohung mehr dar.

Was ist an Cholera so gefährlich?

Da in der Regel verunreinigtes Trinkwasser die Ursache der Infektion ist, sind meist viele Menschen auf einmal betroffen, die dann alle Cholerabakterien ausscheiden. Unter den Bedingungen, unter denen die Cholera auftritt, kommt es entsprechend schnell zu großen Epidemien, die auch die simple Choleratherapie schwer durchsetzbar machen. Deshalb ist die Cholera auch heute noch eine der vier Quarantänekrankheiten.

Auch gesunde Menschen können eine Zeit lang Ausscheider für Cholerabakterien sein, weshalb man auch noch nach einer durchgemachten Cholera peinlich auf Hygiene achten sollte.

Wie kann man sich vor Cholera schützen?

Zwar gibt es eine Choleraimpfung, aber diese bietet nur geringen Schutz, da die Bakterien nicht in Körperzellen eindringen und deshalb auch nicht in engeren Kontakt mit den nach einer Impfung im Blut zirkulierenden Antikörpern treten. Trotzdem ist sie in einigen Ländern vor der Einreise vorgeschrieben.

Wesentlich ist die Trinkwasserhygiene: Wasser stets nur abgekocht oder desinfiziert zu sich nehmen! Im Falle einer Erkrankung kann man sich auch in Gebieten ohne medizinische Versorgung aushelfen: Wichtig ist der konsequente Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes mit Elektrolytlösungen. Diese gibt es in der Apotheke als Portionspäckchen, beispielsweise für einen Liter Wasser, zu kaufen. Benutzen Sie aber nicht ausgerechnet ungekochtes Wasser für Ihre Elektrolytdrinks. Sind keine Elektrolytmischungen zur Hand, kann man sich auch mit der „WHO-Formel“ aushelfen:

Auf einen Liter Wasser kommen

  • 3,5 g NaCl (Kochsalz)
  • 2,5 g NaHCO3 (Natriumbikarbonat, „Soda“)
  • 1,5 g KCl (Kaliumchlorid)
  • 20 g Glucose (Zucker)

Die Zutaten für dieses Rezept sind auch in der Apotheke erhältlich. Vorteil am Selbermischen ist, dass es etwas billiger ist. Der Vorteil an den fertigen Elektrolytmischungen ist, dass man sie einfach in die angegebene Menge Wasser einrührt und dass sie durch getrennte Portionspäckchen schlichtweg das Gebot der absoluten Hygiene erleichtern. Trotzdem sollte man die WHO-Formel nicht gleich wieder vergessen, denn die Zutaten bekommt man prinzipiell in jedem Land der Erde.

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