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Unsere Adresse

Apotheke im HIT Alte Messe, eine Filiale der Petersbogen-Apotheke e.K.
Strasse des 18. Oktober Nr. 44
04103 Leipzig
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Veranstaltungskalender

Länder und Sitten

Andere Länder, andere Sitten

Jedes Land hat seine eigenen Sitten und Bräuche. Hier finden Sie die wichtigsten Regeln, die Sie in einem fremden Land beachten sollten.

Ägypten

Allgemein wird das Thema Religion nicht mit der uns gewohnten Ungezwungenheit behandelt. Vermeiden Sie es deshalb, das Verhältnis zwischen Juden, Christen und Moslems zur Sprache zu bringen. Auch die Behandlung der ägyptischen Kopten lassen Sie im Gespräch besser außen vor.

Arabien

Für Geschäftskontakte empfehlen sich in arabisch gedruckte Visitenkarten. Bei Einladungen herrscht eine stets wiederkehrende Getränkereihenfolge: Nach den kühlen Drinks kommt Tee, anschließend Kaffee, nach dessen Genuss die Begegnung endet. Wenn Sie keinen Nachschlag wünschen, immer einen Zentimeter des Getränkes im Glas lassen, sonst wird nachgeschenkt. Loben Sie keine Gegenstände aus dem persönlichen Besitz Ihres Gastgebers. Die orientalische Etikette verlangt in diesem Fall von ihm, dass er sie Ihnen schenkt, und von Ihnen wird ein Gegengeschenk in vergleichbarem Wert erwartet. Im Gespräch sollten Religion und Familie ausgeklammert werden, außer wenn es um die Söhne des Gastgebers geht.

Argentinien

Gut beraten ist man, wenn man nicht gerade die Schlagkraft der englischen Kriegsmarine im Falklandkrieg lobt. Die Argentinier sprechen im Übrigen auch nicht von den "Falklands", sondern von den "Malvinas". Auch die früheren Zeiten unter der Militärdiktatur und das Thema Korruption sollten Sie nicht gleich beim ersten Gespräch erörtern.

Australien

Die weiße Bevölkerung Australiens kann natürlich nicht auf eine so alte Kultur zurückblicken wie die Europas. Dieser Umstand und die ursprüngliche Funktion Australiens als englische Gefängniskolonie sowie Gespräche über akademische Bildung und Ihren eigenen Status sollten mit Vorsicht behandelt werden. Der Zutritt zu einigen Restaurants ist mit einer Lederjacke nicht gestattet. Im Restaurant hält man beide Hände unter dem Tisch, bis alle bedient sind.

Belgien

Mit den hierzulande teilweise kursierenden Belgierwitzen halten Sie besser hinter dem Berg. Zudem sollten sie fein zwischen Wallonen und Flamen unterscheiden. Wallonen haben insgesamt den niedrigeren Lebensstandard, worauf sie verständlicherweise eher ungern angesprochen werden. Wallonen begrüßt man am Besten auf Französisch. Bei mangelnden Kenntnissen dieser Sprache kann dann unter Umständen auf Englisch umgeschwenkt werden. Deutsch ist hingegen eher wenig verbreitet. Flamen freuen sich über einen niederländischen Gruß, das Gespräch kann dann meist auf Deutsch oder Englisch seinen Gang gehen, Französisch ist dagegen bei Flamen nicht so beliebt.

Brasilien

Oft gehört sind Einladungen im Stil von: "Schauen Sie mal vorbei, wenn Sie in der Gegend sind", die allerdings selten mehr als eine pure Floskel sind. Nehmen Sie Einladungen deshalb nur dann wahr, wenn sie mit einer Terminvereinbarung verknüpft sind.

Bulgarien

Wenn Sie Ihren Gastgeber ordentlich beleidigen wollen, dann klagen Sie ihm gegenüber ruhig kräftig über die Ihnen ungewohnt schlechte Infrastruktur und machen sich über die Probleme mit der Marktwirtschaft lustig.

China

Eine Einladung steckt in China voller Gelegenheiten, ein ausgedehntes Bad in unterschiedlichsten Fettnäpfchen zu nehmen. Das fängt mit der von Ihnen erwarteten Pünktlichkeit an, die bei den chinesischen Verkehrsverhältnissen manchmal schon ein gewisses Organisationstalent erfordert. Dann folgt etwas sehr Wichtiges: das Gastgeschenk, ohne das man nicht zu einer Einladung erscheinen sollte. Dieses sollte, wie in Malaysia übrigens auch, in rotes Papier eingewickelt und durch zwei teilbar sein. Vorsicht: Die Vier bildet als Unglückszahl eine Ausnahme von dieser Regel.

Eine große Bedeutung kommt auch der Visitenkarte zu, die frei von handschriftlichen Zusätzen sein sollte. Diese muss stets mit beiden Händen übergeben werden, und auch die Visitenkarte Ihres Gastgebers sollten Sie respektvoll betrachten. Wenn Sie eine chinesische Grußformel einstudieren möchten, lassen Sie sich bei der Betonung von einem Kenner der chinesischen Sprache unter die Arme greifen. Unter Umständen bekommt Ihre kleine Höflichkeitsfloskel sonst nämlich eine ganz andere Bedeutung. Im gastronomischen Bereich gilt es zu beachten, dass in einigen Regionen ein Trinkgeld als Beleidigung aufgefasst wird. Hier bietet sich eine Nachfrage bei einem Einheimischen oder Ortskundigen an.

Estland

Es ist gut möglich, dass Sie auch im Rahmen eines Geschäftsbesuches zu einem gemeinsamen Saunagang eingeladen werden. Dabei gibt es, anders als bei uns, keine gemischte Sauna. Eine solche Einladung sollten Sie unbedingt annehmen, dabei aber die Thematisierung ethnischer Spannungen besser außen vor lassen.

Finnland

Finnland blickt auf eine lange Zeit unter unterschiedlichen fremden Regierungen, vor allem Russland und Schweden, zurück und ist stolz auf seine noch verhältnismäßig junge völlige Selbstbestimmung, verbunden mit einem sympathisch zurückhaltenden nationalen Selbstbewusstsein. Gern unterhält man sich über erfolgreiche finnische Unternehmen wie zum Beispiel Nokia oder Motorsport. Wie auch in Estland sind Einladungen zum Saunabesuch unbedingt anzunehmen, wobei es nicht besonders außergewöhnlich ist, während des Saunabesuches ein so genanntes "Saunabier" zu sich zu nehmen.

Solange man sich nicht gut kennt, sind gemischte Saunagänge nicht üblich. Sensibel wird auf Kritik an allem Finnischen reagiert, wobei ein schweigsamer Gesprächspartner wahrscheinlich weniger Ausdruck von Missbilligung ist, als einfach die sehr zurückhaltende Höflichkeit der Finnen wiederspiegelt. Wie in ganz Skandinavien wird Pünktlichkeit sehr geschätzt.

Frankreich

In Frankreich ist Nationalstolz nicht nur üblich, sondern fast schon Vorschrift. Äußern Sie deshalb niemals auch nur den leisesten Zweifel an der kulturellen Bedeutung Frankreichs, vor allem natürlich auf dem Sektor Wein und Speisen. Auch Kritik an der Weltpolitik der französischen Regierung verbietet sich von selbst. Wo immer möglich, sollte Englisch umgangen werden. Wird man eingeladen, sollte man stets Blumen mitbringen und nicht zu pünktlich erscheinen.

Griechenland

Ein ungefährliches Thema ist die Bedeutung Griechenlands als Wiege der Kultur. Auf dünnem Eis bewegt man sich hingegen bei Gesprächen über griechisch-türkische Angelegenheiten. Bei Einladungen wird von Deutschen eine gewisse Pünktlichkeit erwartet, auch wenn das unter Griechen nicht genauso sein muss. Die Mittagsruhe stört man besser nicht, wenn es sich vermeiden lässt. Eine Einladung zum Essen sollten Sie einem Griechen gegenüber erst aussprechen, wenn dieser Sie zuvor eingeladen hat.

Großbritannien

Etwas Feingefühl erfordert die Nennung des Gastlandes. Spricht man positiv von "England", fühlen sich Schotten, Waliser und Nordiren schnell beleidigt. Relativ neutral ist der Begriff "United Kingdom", wobei man damit gerade in Schottland Gefahr läuft, positive schottische Eigenschaften den oft nicht sehr beliebten Engländern zuzuschreiben, was wiederum als Beleidigung aufgefasst werden kann. Achten Sie auf Standesunterschiede und vermeiden Sie kritische Bemerkungen über die Monarchie oder die Haltung gegenüber der EU. Wie ja weithin bekannt ist, weiß man in Großbritannien Humor sehr zu schätzen, der als Rettungsanker für unter Umständen peinliche Situationen hilfreich sein kann.

Indien

Bei der Begrüßung sollten Sie auf keinen Fall die linke Hand zum Händeschütteln verwenden, da diese, wie in einigen anderen asiatischen Ländern auch, als unrein gilt. Frauen gibt man ohnehin überhaupt nicht die Hand. Am Besten ist die landesübliche, sehr freundliche Begrüßung "Namaste" mit vor der Brust gefalteten Händen. Das Verhältnis zu Pakistan und China ist ein ebenso schwieriges Thema wie die Frage, ob Indien wirklich eine Atombombe benötigt. Dahingegen kommt es gut an, wenn Sie die alte indische Kultur loben, auf die man zu Recht stolz ist. Achten Sie darauf, Ihren Gesprächspartner niemals mit dem Fuß zu berühren, und streicheln Sie Kindern nicht über den Kopf. Auch sollten Sie es unterlassen, indische Kleidung zu tragen.

Indonesien

Hier wird Höflichkeit noch stärker beachtet als in Indien. Berührungen mit der linken, unreinen Hand sind zu vermeiden, ebenso das Hinweisen mit Ihren Fußsohlen in die Richtung Ihres Gesprächspartners (worauf man vor allem achten muss, wenn man die Beine übereinanderschlägt). Wenn Sie eingeladen werden, sollten Sie dies annehmen. Wichtig sind auch hier Gastgeschenke, allerdings schenkt man einer Gastgeberin niemals Blumen. Zerstörung des Regenwaldes und Korruption passen übrigens auch nur schlecht zur leichten Konversation.

Irland

Natürlich könnte es schnell Missbilligung hervorrufen, wenn Sie für Nordirland den britischen Ausdruck "Ulster" verwenden. Auch Ihre Sammlung von Witzen über Pabst und Kirche geben Sie in diesem sehr katholisch geprägten Land besser nicht zum Besten. Ansonsten präsentiert sich der Ire eher unkompliziert. Man spricht sich mit dem Vornamen an, kommt zu Einladungen regelmäßig zu spät und trinkt gern in geselliger Runde.

Israel

Als Deutscher sollte man jeden Anflug von Großspurigkeit oder Respektlosigkeit unterlassen und zumindest Grundkenntnisse über das dritte Reich haben. Wegen des dauerhaft angespannten Verhältnisses zwischen Arabern und Juden empfiehlt es sich, keine arabischen Schriftzeichen zu präsentieren (Beispielsweise in Form von Reiseaufklebern am Koffer etc.) und das israelische Militär nicht zu kritisieren. Achten Sie den Sabbat! Dieser beginnt am Freitagabend und endet am Samstagabend. Während dieser Zeit sollten Sie unter anderem nicht rauchen oder Auto fahren.

Italien

Unterlassen Sie Bemerkungen zum Thema Mafia. Auch muss die durchschnittliche Amtsdauer einer handlungsfähigen Regierung nicht zwingend zur Sprache gebracht werden. Dagegen sind Sie gut beraten, wenn Sie Anreden und Titel beachten. Dabei können Sie getrost übertreiben. Jeden Studierten kann man "Doktore" nennen, jeden Lehrer "Professore". Wenn Sie sich dann noch elegant kleiden und nach Möglichkeit keine Kinder zurechtweisen (außer Ihre eigenen, versteht sich), sollten Sie sich in Italien gut zurechtfinden können.

Japan

Achten Sie darauf, Respekt und Distanz zu vermitteln. Keine flüchtigen Begrüßungen, lassen Sie sich mit Ihrer Verbeugung Zeit. Händeschütteln ist nicht üblich, auch schaut man sich nicht zu lange in die Augen. Männer tragen für gewöhnlich einen Anzug, und Visitenkarten sind ausgesprochen wichtig.

Eine Einladung zum Essen sollte unter keinen Umständen ausgeschlagen werden. Die zu Beginn eines Essens servierten sauer eingelegten Gemüse werden erst am Ende des Mahls gegessen. Hat am Abend zuvor ein feuchtfröhlicher Abend stattgefunden, so ist dieser, anders als man es hier gewohnt ist, kein geeignetes Gesprächsthema. Vorsicht: Putzen Sie sich auf keinen Fall bei Tisch die Nase!

Jugoslawien

Wenn möglich, sollte man versuchen, die letzten beiden Kriege nicht zu diskutieren. Zu unterschiedlich sind auch heute noch die Positionen zu diesem Thema. Auch Bewertungen der einzelnen Volksgruppen während und nach den Konflikten sind oft nicht geeignet, sich sonderlich beliebt zu machen.

Kanada

Vorsicht beim Thema Religion: Wie auch in den Vereinigten Staaten gibt es eine Menge von teilweise sehr unterschiedlichen Glaubensrichtungen mit unüberschaubarer Etikette. In diesem zweisprachigen Land gilt es, die Schwierigkeiten zwischen Anglo- und Frankokanadiern nicht allzu leichtfertig zum Gesprächsthema zu machen. Ansonsten ist man allgemein etwas formeller als in den USA.

Kroatien

Ähnlich wie in Jugoslawien ist die Rolle der einzelnen Volksgruppen während des Krieges ein heikles Thema. Am Besten schneiden Sie das Thema Politik nicht von sich aus an. Hilfreicher Hinweis ist, dass Deutschland das erste EU-Land war, das Kroatien anerkannt hat.

Lettland

Angesichts der Probleme Lettlands, marktwirtschaftlich auf eigenen Füßen zu stehen, erfordern politische und wirtschaftliche Themen viel Feingefühl. Als Westeuropäer läuft man schnell Gefahr, protzig zu wirken. Tragen Sie deshalb bei Ihrer Kleidung und den Gastgeschenken nicht zu dick auf. Auch das Thema "Russland" können Sie getrost Ihren Gastgebern überlassen.

Litauen

Der Zweite Weltkrieg, insbesondere der Hitler-Stalin-Pakt, sind ebenso wie die wirtschaftliche Lage des Landes Bereiche, die im Gespräch mit Ihrem Gastgeber umsichtig behandelt werden wollen. Da die katholische Kirche hier ähnlich starken Einfluss hat wie in Polen oder Irland, hält Litauen auch auf diesem Gebiet eine große Anzahl an möglichen Fettnäpfchen bereit. Wie so oft, sind diese jedoch mit der nötigen Bescheidenheit leicht zu umgehen.

Malaysia

Achten Sie vor dem Betreten von Gebäuden darauf, ob die Einheimischen dies mit oder ohne Schuhe tun. Als Grundregel kann man sich merken, dass Privathäuser nie mit Schuhen betreten werden sollen. Wie in China kommt Gastgeschenken eine große Bedeutung zu. Sie werden traditionsgemäß in rotes Papier verpackt und müssen durch zwei teilbar sein. Achten Sie auf die landesübliche körperliche Distanz im zwischenmenschlichen Umgang. Vermeiden Sie körperliche Berührungen, vor allem des Kopfes. Zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Personen und weisen Sie nicht mit Ihren Fußsohlen auf Ihr Gegenüber.

Mexiko

In den oberen sozialen Schichten kommt eleganter Kleidung eine größere Bedeutung zu, als man es von Mexiko zunächst erwarten würde. Aufbrausendes Verhalten ist nicht gerade angebracht. Auch wenn man, gewohnt an die Verhältnisse in Deutschland, durch die anzutreffende Verlangsamung sämtlicher alltäglicher Abläufe manchmal genervt sein kann, ist es klug, dies nicht zu zeigen. In Mexiko hat man eben keine Eile. Sie dürfen auch auf gar keinen Fall pünktlich zu einer Einladung erscheinen, da Sie zum vereinbarten Zeitpunkt nicht erwartet werden. Anders als in Spanien ist die Verwendung des Wortes "Senorita" noch für alle unverheirateten Frauen üblich.

Neuseeland

Das Händeschütteln ist hier nur zur Begrüßung üblich, nicht aber zum Abschied. Pünktlichkeit erwartet man in Neuseeland schon von Ihnen. Wie in Deutschland sollten Sie zu geschäftlichen Terminen rechtzeitig, zu privaten Verabredungen nicht mehr als eine Viertelstunde zu spät erscheinen. Trinkgelder sind meist nicht üblich, zu Ausnahmen fragen Sie am besten Ihren Gastgeber.

Niederlande

Ein großspuriger Deutscher wird sich in den Niederlanden fast durchweg unbeliebt machen. Mit bescheidenem Auftreten und Respekt vor den Besonderheiten der niederländischen Kultur kommt man sicherlich weiter. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich eine vorsichtig ablehnende Haltung gegenüber Deutschland etabliert, weshalb das Dritte Reich auch ein schwieriges Gesprächsthema darstellt.

Bei aller einem Besucher überwiegend entgegengebrachten Freundlichkeit und Herzlichkeit sollten Sie Ihr Verhalten stets dem Umstand anpassen, dass Sie als Deutscher nicht für jedermann ein gern gesehener Gast sind. Vermeiden Sie das Wort "Holland", da es nur einen Teil der Niederlande bezeichnet, und die Gefahr birgt, den eventuell vorhandenen lokalpatriotischen Stolz Ihres Gegenübers zu beleidigen, vergleichbar mit dem feinen Unterschied zwischen Franken und Schwaben. Was Gastgeschenke betrifft, können Sie ruhig etwas originelles bevorzugen.

Norwegen

Die Norweger sind sehr stolz auf ihre selbst gewählte Monarchie und ihren König. Jede Form von Kritik daran finden sie meist nicht sonderlich amüsant. Allgemein schadet es nicht, sich über das Verhältnis zwischen Deutschland und Norwegen im Klaren zu sein. In der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg waren diese beiden Länder sehr freundschaftlich miteinander verbunden. Da Norwegen jedoch von Deutschland überfallen und erobert wurde und da sich die deutsche Militärexekutive in Norwegen nicht eben zurückhaltend benahm, kühlte das Verhältnis der Norweger zu den Deutschen deutlich ab.

Auch heute noch ist deshalb, vor allem im Umgang mit älteren Menschen, Bescheidenheit angebracht, obwohl man in diesem gastlichen Land in aller Regel keine Ablehnung spüren wird. Wie in ganz Skandinavien sind Pünktlichkeit und herabwürdigende Witze über die restlichen skandinavischen Länder üblich.

Österreich

Selbstverständlich ist es nicht sehr empfehlenswert, auf dem Umstand herumzureiten, dass Hitler gebürtiger Österreicher war. Auch die Rolle Österreichs während des Dritten Reiches verschwindet besser in der "Tabu"-Schublade. Kritisch wird auch die wachsende Macht deutscher Medienunternehmen in Österreich bewertet. Bei festlichen Anlässen ist in Österreich Trachtenmode durchaus möglich, und Titel haben eine größere Bedeutung als in Deutschland. Träger eines Titels werden stets mit diesem angesprochen.

Philippinen

Im Unterschied zu anderen Ländern Asiens überwiegt auf den Phillipinen der katholische Glaube. Auch die Umgangsformen sind westlicher geprägt. Händeschütteln und lockerer Umgang sind keine Besonderheit. Vorsicht ist bei Gesprächen über soziale Probleme, den Umgang mit der muslimischen Minderheit und die Zeit unter Präsident Marcos geboten. Trinkgelder werden am liebsten in Dollars entgegengenommen.

Polen

Polen sieht sich als Teil der westeuropäischen Gemeinschaft – vermeiden Sie daher den Begriff "Osten". Wenn Sie zu den Menschen gehören, die es am Stammtisch mit einer ausgedehnten Sammlung von Polenwitzen zu Beliebtheit gebracht haben, sollten Sie die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass diese Methode in Polen nicht die gewünschte Wirkung zeigen könnte. Da die katholische Kirche einen nicht mit Deutschland zu vergleichenden Einfluss hat, ist es ebensowenig empfehlenswert, es stattdessen mit Papstwitzen zu versuchen. Vermeiden Sie im Gegenteil alle Äußerungen, die blasphemisch oder antikatholisch wirken könnten. Im Übrigen ist in Polen teilweise der Handkuss noch üblich, wobei der Handrücken der Dame aber nicht mit den Lippen berührt werden darf.

Portugal

Weit bekannt ist der Stolz der Portugiesen, den Sie nach Möglichkeit nicht verletzen sollten. Gern gehört sind anerkennende Bemerkungen zur Bedeutung der Vergangenheit Portugals als einflussreiche Seemacht. Im Gespräch gibt es wenig Tabus, doch wird Familiäres in aller Regel nicht im Rahmen einer oberflächlichen Konversation behandelt.

Rumänien

Der Name spiegelt schon das Zugehörigkeitsgefühl zum Romanischen wieder. Das schlägt sich auch in den Umgangsformen nieder. Freundschaftlicher Körperkontakt wie Umarmung oder Wangenkuss sind hier alles andere als verpönt. Überschwänglichkeit ist ebenso kein Manko. Man lobt sich gegenseitig ausgiebig, Einladungen werden mit inbrünstigen, pathetischen Reden garniert - es schadet also nicht, wenn auch Sie eine solche in Petto haben.

Natürlich sollten darin nicht eben die vor einiger Zeit durch die Presse gegangenen Unternehmungen rumänischer Tresorknackerbanden in Deutschland thematisiert werden, und auch die wirtschaftliche Rückständigkeit des Landes sieht man eher ungern zur Sprache gebracht.

Russland

Nicht nur Russland ist für seine außergewöhnliche Gastfreundschaft bekannt, aber wie kaum ein anderes Land verbindet Russland diese Gastlichkeit mit Hochprozentigem, völlig unabhängig von der Tageszeit. Der Haken für nicht so trinkfeste Gäste besteht darin, dass man das Ablehnen des angebotenen Genussmittels als unhöflich auffasst.

Geschenke werden gern gesehen, doch gelten gelbe Rosen als Unglücksboten. Zu geschäftlichen Verabredungen kommt man etwas vor, zu privaten etwas nach der vereinbarten Zeit. Unterlassen Sie jeden Zweifel an der Größe und der globalen Bedeutung Russlands, und schicken Sie nicht gerade Stalin ins Rennen, wenn Ihnen mal der Gesprächsstoff ausgehen sollte.

Schweden

Aufgrund ihrer Geschichte, in der sie fast ganz Nordeuropa kontrollierten, sehen die Schweden ihr Land gern als das Wichtigste in Skandinavien. Natürlich tut man gut daran, das nicht in Zweifel zu ziehen. Auch Kritik an der Monarchie oder dem Königshaus sollte man besser unterlassen und die Rolle dieses neutralen Landes während des zweiten Weltkrieges nicht hinterfragen. Diese wird nämlich traditionsgemäß von den Norwegern, die als besetztes Land einen aktiven Widerstand hatten, entweder belächelt oder kritisiert. Sonst sieht man in Schweden eigentlich fast alles eher locker. Akademische Titel werden für gewöhnlich weder in Schrift noch Sprache benutzt. Lediglich die Pünktlichkeit wird, wie in ganz Skandinavien, hoch bewertet.

Schweiz

Regel Nummer eins: Versuchen Sie auf gar keinen Fall Schwyzerdütsch zu sprechen. Regel Nummer zwei: Niemals die Neutralität der Schweiz oder deren Richtigkeit in Zweifel ziehen. Ansonsten weiß man großzügige Gastgeschenke zu schätzen und ist dem Gast gegenüber sehr freundlich. Schneiden Sie jedoch lieber nicht von sich aus das heikle Thema "Beutegold aus der Nazizeit" an.

Slowakei

Wenn Sie es vermeiden, das alt gewohnte Wort "Tschechoslowakei" zu verwenden, kann schon fast nichts mehr schief gehen. Wird Ihnen Alkohol angeboten, so erwartet man, dass Sie diesen nicht ablehnen. Für geschäftliche Besuche unbedingt ausreichend viele Visitenkarten mitnehmen. Auch in diesem Land gilt natürlich, nicht allzu leichtfertig mit dem Zweiten Weltkrieg umzugehen, auch wenn Sie erst nach diesem geboren wurden.

Spanien

Wie auch im Nachbarland Portugal ist man hier sehr stolz und dementsprechend schnell beleidigt, so dass unter Umständen auch schon allgemeine Kritik persönlich genommen wird. Vermeiden Sie es, Diskussionen über Stierkämpfe, die ETA und regionale Spannungen zu initiieren. Frauen sollten Sie außerordentlich zuvorkommend behandeln, bei Einladungen in Privathäuser ist es üblich, der Dame des Hauses vorab Blumen zu schicken. Wie in Italien wird es nicht gern gesehen, wenn Fremde Kinder zurechtweisen.

Südafrika

Angesichts der stark auseinandergehenden politischen Meinungen – nicht nur zum Thema Schwarz/Weiß – ist es ratsam, politische Diskussionen ganz zu meiden, andernfalls läuft man Gefahr, sich sehr schnell auf sehr dünnem Eis wiederzufinden. Unter Männern ist Händeschütteln üblich, unter Frauen nicht.

Thailand

In Thailand wird man fast ausnahmslos äußerst freundlich behandelt. Die Menschen scheinen hier mit einem Lächeln geboren zu werden. Trotzdem kann man einen Thai sehr schnell beleidigen, ohne es zu wollen. Die auch in anderen Ländern Asiens gültigen Regeln gelten, vor allem in Orten, die noch nicht lange westlichem Tourismus ausgesetzt sind, unter Umständen noch strenger. Nicht mit den Füßen auf Personen oder Buddhastatuen zeigen, niemanden am Kopf berühren.

Sehr stolz sind die Thai auch auf ihren König. Kritik an ihm auf jeden Fall unterlassen, nicht nur, weil Majestätsbeleidigung in Thailand strafbar ist. Ebenso wird den überall anzutreffenden Mönchen großer Respekt entgegengebracht.

Tschechien

Der während des dritten Reiches etablierte Name "Tschechei" wird nicht gern gehört, und da es nun wirklich nicht mehr Mühe macht, "Tschechien" zu sagen, sollte diese zweifelhafte Kurzform unterbleiben. Allgemein lässt man Großspurigkeit besser außen vor. Verhalten Sie sich zurückhaltend, leise und bescheiden.

Türkei

Die Probleme mit den Kurden sprechen Sie lieber nicht von sich aus an, ebensowenig wie Menschenrechts- und Glaubensfragen. Wie in Griechenland sollte man das Sprüchlein "Türken und Griechen können sich nicht riechen" im Hinterkopf behalten (und nicht etwa aussprechen). Schneiden Sie das Thema Griechenland am Besten gar nicht von sich aus an. Nicht nur, aber vor allem im Geschäftsleben wird auf korrekte Kleidung großer Wert gelegt. In Privaträumen zieht man sich die Schuhe aus.

Ukraine

Loben Sie die Größe und Kultur des Landes, ohne gleich den Vergleich mit Russland oder der Sowjetzeit zu ziehen; dabei kann es nicht schaden, den ukrainischen Dichter Nikolaj Gogol zu kennen. Stolz ist man hier auch auf die weit verbreitete Trinkfestigkeit, weniger stolz dagegen auf die Probleme mit Korruption und Kriminalität. Gesprächspartner werden stets mit Vor- und Nachnamen angesprochen.

Ungarn

Die Bewohner Ungarns sind weitgehend unkompliziert, vor allem, weil sie sich sehr gut auf Humor verstehen. Tabuthemen gibt es so gut wie keine. Auch in diesem sehr gastlichen Land sind Titel sehr wichtig, was nicht vergessen werden sollte.

USA

In den verschiedenen Bundesstaaten herrschen zum Teil unterschiedliche Gesetze, und wie in jedem Land der Erde gibt es auch in den USA teilweise solche, deren Sinn nicht offensichtlich ist. Auf gar keinen Fall sollten Sie an öffentlichen Plätzen oder im Auto Alkohol trinken. Auch das Rauchen ist in fast allen öffentlichen Gebäuden verboten. Man trifft sich zur Zigarettenpause auf der Straße.

Geschäftliches ist mit einer recht strengen Kleiderordnung belegt, die sehr im Gegensatz zu dem legeren Stil des öffentlichen Alltages steht. Der einzige Tag, an dem Geschäftsleute sich ohne Krawatte blicken lassen, ist der "casual Friday", dann ist die Schlipslosigkeit allerdings schon beinahe verpflichtend. Die leichte Unterhaltung ist in den USA nicht schwer in Gang zu bringen. Der „smalltalk“ wird gern und häufig praktiziert. Auch hier gilt es, angesichts der vielen unterschiedlichen religiösen Gruppen und Moralvorstellungen, die sich teilweise erheblich von den deutschen unterscheiden, die entsprechende Position des Gesprächspartners auszuloten, bevor man gar zu laut Stellung nimmt.

Zimbabwe

Zivilisten ist es streng verboten, Kleidungsstücke, auch Tücher, in der als "camouflage" bezeichneten Militärtarnfarbe zu tragen. Verstöße werden hart bestraft. In die jeweils aktuellen politischen Streitigkeiten, wie zum Beispiel die "Landfrage", also das Problem, dass aus den Zeiten der weißen Herrschaft herrührend ein Großteil des Landbesitzes in weißen Händen liegt, wird man sich als Gast naturgemäß nicht gern einmischen wollen.

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