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Läuse!

Wie wird man Läuse wieder los?

Läuse sind Parasiten, sie leben vom Blut der bewohnten Wirte. Circa alle zwei bis drei Stunden nehmen sie eine Mahlzeit zu sich. Je nach Lokalisation werden Kopfläuse, Kleiderläuse und Filzläuse unterschieden. Weibliche Läuse legen Eier ab, die Nissen genannt werden.

Läuse werden durch körperliche Nähe übertragen; daher kommt es oft in Kindergärten zu einer Plage, die zum Teil die Schließung des Kindergartens für einige Tage bewirkt.

Kopfläuse, Filzläuse und Kleiderläuse

Kopfläuse

  • sind ca. zwei bis drei Millimeter groß
  • sitzen in den Haaren, häufig hinter den Ohren oder am Hinterkopf
  • legen kleine durchsichtige Eier (Nissen), die am Haaransatz kleben
  • nehmen gern die Farbe des Haares an, sind dadurch zuerst schwer zu finden
  • leben ca. 30 Tage und legen in dieser Zeit ca. 50 bis 150 Eier
  • Der Biss ist schmerzlos, aber es entstehen juckende Papeln.
  • Es kann zu ekzematösen Hauterscheinungen kommen, die sich durch ständiges Kratzen verstärken.

Filzläuse

  • sind ca. ein bis zwei Millimeter groß
  • sitzen besonders gern an Körperstellen mit Schweißdrüsen, im Schamhaarbereich, unter den Achselhöhlen und in den Brusthaaren, bei Kindern an den Wimpern und Augenbrauen
  • Bissstellen verursachen z.T. ausgeprägten Juckreiz, der aber nicht immer vorhanden sein muss; oft bilden sich kleine Blutergüsse.
  • Die Übertragung erfolgt beim Geschlechtsverkehr oder allgemeiner körperlicher Nähe

Kleiderläuse

  • sind ca. drei bis fünf Millimeter groß
  • leben nicht auf dem Menschen, sondern in körpernahen Kleidungsfalten, wo sie auch die Eier ablegen
  • begeben sich zur Nahrungsaufnahme auf die Haut
  • übertragen gefährliche Infektionskrankheiten, wie z.B. Fleckfieber, Rückfallfieber oder Rickettiose
  • Bei besonders starkem Juckreiz entstehen häufig sekundäre Entzündungen durch Kratzeffekte

Therapie bei Läusebefall

Früher bedeuteten Läuse, dass die Haare radikal abgeschnitten wurden. Diese Maßnahme wirkt auch heute noch, denn Läuse mögen die nackte Kopfhaut nicht. Zum Glück ist jedoch heute die Behandlung weniger radikal.

Es gibt eine Reihe von Anti-Läuse-Shampoos, die verschiedene Wirkstoffe enthalten können. Beachtet werden muss jedoch, dass die Mittel giftig sind und nicht durch aufgekratzte Stellen in die Blutbahn gelangen dürfen. Deswegen sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, besonders wenn Säuglinge oder Kleinkinder befallen sind.

Ansonsten vertragen Läuse weder Hitze noch Kälte sehr gut. Empfehlenswert ist es von daher, alle Kleidungsstücke so heiß wie möglich zu waschen und betroffene Gegenstände, z.B. Kämme, in heißes Wasser zu legen.

Man kann die Läuse auch isolieren und aushungern, indem man benutzte Kleidungsstücke und sonstige Utensilien für ca. zwei Wochen luftdicht einschließt.

Um die Nissen, die auch nach der Shampoobehandlung noch an den Haaren kleben, endgültig loszuwerden, kann man das Haar vorsichtig mit Essigwasser befeuchten, um sie dann auszukämmen.

Prophylaxe

Es ist natürlich schwer, körperlichen Kontakt prophylaktisch zu vermeiden. Sinnvoll ist es jedoch, Gegenstände wie Mützen, Kämme oder Ähnliches nicht zu verleihen. Besondere Ansteckungsgefahr besteht auf Campingplätzen, in Kindergärten, Schulen, Kasernen usw., wo viele Menschen auf engem Platz beieinander leben.

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