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Kindermadenwurm

Ein lästiger Parasit, der nicht nur Kinder heimsucht

In allen Teilen der Welt ist der Madenwurm verbreitet. Weil Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren am häufigsten betroffen sind, wird diese Wurmart auch Kindermadenwurm genannt, jedoch kann sich die ganze Familie infizieren.

Bemerkt wird die Erkrankung häufig durch starken nächtlichen Juckreiz der Analregion und Durchfall, da diese Würmer im Darm parasitieren und ihre Eier um den Darmausgang herum besonders nachts ablegen. Richtig erkannt, reicht oft die einmalige Einnahme eines Wurmmittels.

Enterobius vermicularis lebt im Darm

Madenwürmer, auch biologisch korrekter als Enterobius vermicularis oder Oxyuris vermicularis bezeichnet, sind fünf bis zehn Millimeter lang, haben eine auffallend weiße Farbe und parasitieren im menschlichen unteren Dünn- und Dickdarm. Die Infektion erfolgt durch Verschlucken von Eiern. Im Darm schlüpfen Larven aus den Eiern. Nach drei Häutungen entstehen die erwachsenen Würmer. Sie verursachen Durchfall und andere Darmbeschwerden.

Insgesamt ist diese Wurmart aber recht harmlos, lebensgefährliche Komplikationen sind nicht zu erwarten. Oft leiden die Betroffenen, meist Kinder, an Schlaflosigkeit. Diese wird dadurch verursacht, dass die weiblichen Würmer nachts aus dem Darm kriechen und bis zu 10.000 Eier um den Anus ablegen. Diese sind sehr klebrig, verursachen Juckreiz und können durch Kratzen am Anus so über die Finger auf Spielzeug oder andere Gegenstände übertragen werden. Oft infiziert sich das gesamte Umfeld.

Wie kommt man den Würmern auf die Schliche?

Die Diagnose kann nur durch den Arzt erfolgen. Die Wurmeier haben unter dem Mikroskop ein charakteristisches Aussehen. Manchmal kann man auch die Würmer direkt in der Toilette beobachten. Abgegangene Würmer bewegen sich schlängelnd und erscheinen als weißliche Fäden.

Haben Sie bei sich oder Ihren Kindern den Verdacht, an dieser Erkrankung zu leiden, sollten sie am Morgen einen in der Apotheke erhältlichen Heftstreifen auf die Analspalte kleben und abziehen. Diesen Streifen können Sie zum Arzt mitnehmen. Alternativ können Sie auch direkt den Arzt aufsuchen, allerdings ohne vorherige Reinigung des Analbereiches, um nicht die Eier zu entfernen.

Wie wird man die Würmer wieder los?

Da meistens die ganze Familie betroffen ist, sollten alle behandelt werden. Meist reicht die einmalige Gabe eines Wurmmittels, zum Beispiel Mebendazol, aus. Da solche Medikamente aber nicht auf die Eier wirken, sollte man im Abstand von zwei bis drei Wochen erneut ein Medikament einnehmen und in der Zwischenzeit intensive Körperhygiene betreiben und die Toilette heiß reinigen. Während der ersten Tage nach erfolgter medikamentöser Therapie sollten die Unterwäsche und das Bettzeug häufig gewechselt werden.

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