Seitenanfang

CTG

Was ist eigentlich ein CTG?

Gerade gegen Ende der Schwangerschaft und bei der Geburt stellt sich oft die Frage: Wie geht es dem Kind? Im Gegensatz zu früher, als die kindlichen Herztöne nur mittels eines auf dem Bauch der Schwangeren aufgesetzten Holzrohres beurteilt werden konnten, gibt es heute zur Überwachung der kindlichen Herztöne auch den „Wehenschreiber“, das so genannte CTG (Kardiotokogramm).

Man legt der Schwangeren einen Gurt um den Bauch, an dem zwei Messfühler angebracht sind, von denen einer die kindlichen Herztöne registriert (Kardio = Herz), der andere zeichnet die Wehentätigkeit auf (Tokogramm = Wehenaufzeichnung, von griech. Tokos = Geburt). Moderne Geräte vermerken zudem die Kindsbewegungen, das heißt dann Kineto-CTG, ein weiterer Faktor, um den Zustand des Kindes zu überwachen. Normalerweise bewegen sich die kindlichen Herztöne zwischen 110 und 160 Schlägen pro Minute. Wichtig, vor allem für technisch interessierte Väter: Die Höhe der Wehenkurve bzw. die Zahl auf dem Wehenschreiber sagt nichts über die Stärke einer Wehe aus.

Besonders wichtig im Geburtsverlauf: Das CTG begleitet Sie durch die gesamte Geburt. In der Eröffnungsphase zeichnet es bei unauffälligem Herztonverlauf in regelmäßigen Abständen auf, in der Austreibungsphase läuft es dann dauerhaft mit.

Wie reagiert das Kind auf die Belastung durch die Wehen?

Fühlt Ihr Kind sich auch im Stress eines langen Geburtsverlaufes noch wohl? So lange sich der Herztonverlauf im normalen Bereich befindet, kann man davon ausgehen, dass es Ihrem Kind gut geht. Zeigen sich jedoch Auffälligkeiten im CTG, braucht man häufig Zusatzuntersuchungen, um sich ein Bild vom Wohlbefinden des Ungeborenen zu machen. Dann kann eine so genannte Mikroblutuntersuchung notwendig werden, bei der man vom kindlichen Kopf wenige Blutstropfen entnimmt und diese analysiert. Zeigt sich auch hier, dass sich Ihr Kind „im Stress“ befindet, muss unter Umständen die Geburt frühzeitig mit Kaiserschnitt oder Saugglocke beendet werden. Ausgeprägte, lang dauernde Herztonabfälle machen häufig ein sofortiges Eingreifen notwendig. Aber auch wenn das kindliche Herz zu schnell schlägt, ist Vorsicht geboten, denn das deutet oft auf ein Amnioninfektionssyndrom hin.

In manchen Fällen kann es auch schon vor Beginn der Geburt notwendig sein, die kindlichen Herztöne mit dem CTG zu überwachen. Das gilt z.B. bei Risikoschwangerschaften, vorzeitiger Wehentätigkeit, Blutungen, abnehmenden Kindsbewegungen oder mütterlichen Infektionen.

Navigationsbild für die Seite Kontakt Navigationsbild für die Seite Notdienst Navigationsbild für die Seite Zuzahlungsbefreiung Navigationsbild für die Seite Newsletter Navigationsbild für die Seite Facebook

Jetzt neu:
Unsere Phytothek