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Babynahrung

Babynahrung – Welche, wann und vor allem warum?

Nun ist das Baby da, aber was soll es zu essen bekommen? Die hypoallergene Beikost oder den althergebrachten Haferschleim? Viele Eltern stehen dem unermesslichen Angebot seltsam klingender, offenbar der Ernährung kleiner Menschen dienender, in Gläschen abgefüllten Produkten ratlos gegenüber.

Ab wann sollte das Baby gefüttert werden?

Weil die Koordination zwischen Lippen und Zunge noch nicht funktioniert, können Babys in den ersten fünf Monaten nur saugen. Generell sollte bis zum vierten Monat gestillt werden. Wenn das Stillen nicht so gut klappt, kann eventuell eine Milchpumpe helfen. Damit kann die Muttermilch gesammelt und anschließend mit der Flasche gefüttert werden.

Denn Muttermilch entspricht optimal den Bedürfnissen und den Verdauungsmöglichkeiten des Kindes. Außerdem schützt sie durch ihren Gehalt an Zellen des Immunsystems und Antikörpern vor Infektionen und Allergien. Kinder, die einen oder mehrere Verwandte ersten Grades mit allergischen Krankheiten haben, sollten sechs Monate gestillt werden.

Beikost aus wenigen Zutaten sollte erst nach dem vierten Monat schrittweise eingeführt werden. Vermeiden sollte man im ersten Lebensjahr besonders allergene Lebensmittel: Vor allem Kuhmilch, Eier, Fisch, Nüsse und Zitrusfrüchte sind da zu nennen.

Muttermilch oder Anfangsmilch?

Darf die Muttermilch aus bestimmten Gründen, zum Beispiel bei der bakteriellen Brustdrüsenentzündung, nicht gefüttert werden oder reicht sie nicht aus, sollte man auf die so genannte Anfangsmilch zurückgreifen. Mit dem Begriff Anfangsmilch ist europaweit die Nahrung gemeint, welche ein Baby in den ersten vier bis sechs Monaten ausschließlich bekommen kann, das heißt, ihre Bestandteile sind an der Muttermilch orientiert.

Gewöhnlich wird keine zusätzliche Beikost zur Vitaminzufuhr oder Ähnlichem gebraucht. Anfangsmilchnahrungen sind zur alleinigen Ernährung von Babys im ersten Lebenshalbjahr geeignet. Die Anfangsmilch wird aus Kuhmilch gewonnen. Wenn Sojabohnen der Ausgangsrohstoff sind, spricht man von Anfangsnahrung.
Sollte ein Elternteil oder ein Geschwisterkind zu Allergien neigen, wird, falls nicht gestillt werden kann, empfohlen, in den ersten vier bis sechs Monaten den Säugling mit einer hypoallergenen Anfangsmilchnahrung zu füttern.

In Deutschland heißt die Anfangsnahrung „PRE“ oder „1“, hypoallergene Nahrungen sind mit „HA 1“ und etwas sättigendere mit „HA 2“ bezeichnet. „Pre“, die Anfangsmilch, ist genauso dünnflüssig wie Muttermilch und kann mit einem Teesauger gefüttert werden.
Bei „1“ ist neben der Laktose, Milchzucker, noch ein weiteres Kohlenhydrat, die Stärke, zugesetzt. Damit ist die 1er-Milch etwas sämiger und sättigender als Pre-Nahrungen und wird mit einem Milchsauger gefüttert. In den ersten vier Monaten sollte man versuchen, bei allergiegefährdeten Säuglingen keine Beikost zu geben.

Nach vier bis sechs Monaten kann Breikost hinzukommen

Nach etwa einem halben Jahr lernt das Baby zu kauen. Ab einem Alter von etwa acht Monaten kann es die Zunge seitwärts im Mund bewegen und auf diese Weise das Essen mit dem Speichel vermischen. Von diesem Zeitpunkt an muss die Nahrung nicht mehr ganz so gründlich püriert werden.

Versuchen Sie auch weiterhin, Ihr Baby zu stillen oder ihm die Flasche zu geben. Gewöhnen Sie Ihr Baby nach und nach an neue Lebensmittel. Sie sollten Ihr Kind nun einmal täglich mit Brei füttern. Viele Hersteller bieten zudem eisenhaltige Babykost an. Sind Sie oder jemand in Ihrer Familie Allergiker, sollten Sie mindestens ein Jahr warten, bis Sie Vollmilch verwenden.

Irgendwann zwischen dem vierten und sechsten Monat sendet jedes Baby seine Entwicklungszeichen. Aus diesem Verhalten kann man auch den richtigen Zeitpunkt zur Einführung der Beikost feststellen.

Solche Hinweise können sein:

  • Die Händchen wandern vermehrt in Richtung Mund und werden bekaut und belutscht.
  • Das Baby fängt zu speicheln an, und der berühmte Latz wird notwendig.
  • Die Augen des Kindes wandern jedem Löffel und jeder Gabel hinterher.
  • Eine gute Kopfhaltung wird beobachtet.
  • Die üblichen Abstände zwischen den Mahlzeiten werden kürzer, oder das Kind wacht sogar in der Nacht auf, weil es Hunger hat.

Man spricht von einer guten neuro-muskulären Entwicklung, wenn das Baby nach und nach Händchen, Mund und Kaubewegung zusammenbringt. Der Speichel ist ein Zeichen dafür, dass Verdauungsenzyme und Flüssigkeit bereit sind, feste Kost anzunehmen und leichter zu schlucken. Der vermehrte Speichelfluss wird oft falsch als erstes Anzeichen für den Zahndurchbruch gewertet, doch hat er nichts mit den ersten Zähnen zu tun.

Die gute Kopfhaltung hängt nicht nur vom Alter ab, sondern auch davon, wie gut die Rückenmuskulatur trainiert ist. Diese wird durch Spielen in Bauchlage gestärkt.

Ab dem achten bis zehnten Monat ist das Kind meistens schon so weit entwickelt, dass das Essen nur noch mit der Gabel zerdrückt werden muss.

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